Sonntag, 13. Mai 2007

Googles Psychodatensammlung – Vollkommen sinnlos?

Google, so die Zeitung Guardian, hat ein System patentiert, dass es ermöglichen soll psychologische Profile von Spielern von Online-Games zu erstellen – hauptsächlich, wahrscheinlich MMORPGs und MMOGs, da diese besonders komplex und vielschichtig angelegt sind. So sollen etwa Informationen über das persönliche Verhalten, die Vorlieben und dem Grad zu aggressiven Verhalten gewonnen werden. Aber auch die Bereitschaft zur Kommunikation könnte analysiert werden.

Die gewonnen Daten, so schreiben David Adam und Bobbie Johnson vom Guardian, könnten dann gehortet und schließlich an Werbetreibende verkauft werden, für die diese sicherlich von großem Wert wären. Es sei dann möglich den Spieler gezielt mit Werbung zu locken, die den Handlungen im Online-Game angepasst sind – personalisierte Werbung auf höchstem Niveau also.

Dass derartige Werbemethoden und Datensammlerei Datenschützer auf den Plan rufen, muss man da nicht gesondert erwähnen. Dennoch versicherte Google gegenüber der britischen Zeitung, dass die Technologie auf keinem Fall in naher Zukunft zum Einsatz komme. Google patentiere etliche Technologien ... unabhängig davon, ob diese für einen baldigen Einsatz vorgesehen wären. Dennoch allerdings besorgt eine derartige Technik, zur Analyse der Spieler schon sehr ... regt aber auch zum Schmunzeln an.

Warum?

Ganz einfach: Viele Spieler verhalten sich etwa in World of Warcraft ganz anders, als sie es im richtigen Leben täten. Da ist der dickliche, verschüchterte Büroangestellte schon mal eine draufgängerische Nachtelfe, die alles was ihr zu nahe kommt, sofort mit einem Breitschwert zerhexelt. --- Eine personalisierte Werbung wäre in diesem Fall also nicht auf den Spieler, sondern höchstens auf seinen Avatar, seinen Spiel-Charakter abgerichtet und dieser kann sich von dem realen Menschen (dem Konsumenten) schon in weiten Dimensionen unterscheiden.

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