Montag, 25. Juni 2007

Einige Worte zu Yahoo!

Schlechte Zeiten für Yahoo! Erst wechselt der schwächelnde Internetgigant seinen CEO aus, wobei mit Jerry Yang einer der Gründer ans Ruder kam, und nun ist auch noch die Vertriebschefin der Firma, Wenda Millard, zurückgetreten. Wie sie sagte, würde sie größere Aufgaben suchen.

Aufgrund dessen wird nun im Hause Yahoo! umgebaut und neu geordnet. Die Abteilung für Werbung in Suchergebnissen soll mit der traditionelle Werbung kombiniert werden, so dass wieder Überblick über Chaos herrscht. Fraglich ist allerdings ob eine bloße Neuordnung Yahoo! retten kann.

Experten und Analysten hatten den einstigen Stern des Internethimmel zumindest ziemlich kritisch betrachtet und teils sogar ein baldiges Ende vorher gesagt. Mag daran liegen, dass man Yahoo! Missmanagement vorwirft, viele Mitarbeiter davon liefen um nur wenige Türen weiter bei Google, Ask.com, Microsoft oder gar einem OpenSource-Unternehmen einzusteigen. Auch die mangelnde Innovationslust, die man eigentlich immer Microsoft vorwirft, hatte dem Internetgiganten ziemlich geschadet.

Nur Flickr und del.icio.us aufzukaufen, so sagte man, würde nicht reichen um den Zauberstaub des Web2.0 um sich aufflammen zu lassen.

Mittlerweile wird darüber spekuliert, wie man ein Fortbestehen Yahoo!s sichern könne. Ein Aufkauf, so wird zumindest gemauschelt, könnte noch in diesem Jahr anstehen. Als Kandidaten kämen hierfür natürlich Microsoft, Rupert Murdochs News Corp, eBay und – ja, angeblich – auch Google in Frage. Wobei Google einen Aufkauf des Internetgiganten alleine nur schwer bewältigen könnte – zusammen mit einem Kapitalgeber könnte eine Übernahme allerdings durchaus möglich sein.

Dass es allerdings tatsächlich soweit kommt, das wage ich derzeit noch zu bezweifeln.

Picture (CC) by Nicholas C. Zakas

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