Mittwoch, 25. Juli 2007

Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung kritisiert Google

Heute hat der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung einen offenen Brief veröffentlicht, welcher an Google gerichtet ist. In diesem wird vor allem der Datenhunger der Suchmaschine angesprochen und kritisiert. So werde Suche und IP-Adresse gespeichert, was es möglich mache, jeden Klick und jede Sucheingabe eines Nutzers über Monate hinweg personenbezogen nachzuvollziehen.

Die angekündigte Anonymisieren der gesammelten Daten nach 18 bis 24 Monaten sei vollkommen unzureichend und die massenhafte Speicherung personenbezogener Daten sowohl nach deutschem als auch europäischem Recht verboten. Begrüßt wird hingegen, dass Google sich gegen die Vorratsspeicherung von Telekommunikationsdaten in Europa ausgesprochen hatte.

Der Arbeitskreis fordert Google nachdrücklich auf, seine personenbeziehbare Erfassung des Verhaltens unzähliger rechtmäßig handelnder Nutzer sofort zu beenden. Eine anonyme Nutzungsmöglichkeit der Google-Dienste, wie sie das Konkurrenzunternehmen Ask.com jetzt angekündigt hat, könnte dabei sogar Kunden für die Firma zurückgewinnen, die sich längst von ihr abgewandt haben. Einstweilen empfieht der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung sicherheitsbewussten Nutzern die europäische Metasuchmaschine Ixquick, die auf die Suchdaten Googles zugreift, personenbezogene Daten ihrer Nutzer aber nach spätestens 48 Stunden löscht.
Tatsächlich, so meine ich, wäre es durchweg positiv, wenn sich Google mehr für den Schutz der Nutzerdaten einsetzen würde. Oder diese – soweit als möglich – erst gar nicht erfasst. Schließlich wäre dieses sowohl gut für den Nutzer, als auch für Googles Ansehen.

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