Donnerstag, 12. Juli 2007

Australische Wettbewerbsbehörde verklagt Google

Die Australian Competition and Consumer Commission (ACCC) – die australische Verbraucher- und Wettbewerbsbehörde – verklagt Google, Google Australia und Google Ireland wegen Irreführung und Täuschung. Grund sind die Werbeanzeigen, auch "sponsored links", auf der Google-Suchergebnisseite, welche laut der ACCC nicht klar als Werbung ersichtlich wären.

Darüber hinaus würden die Anzeigen teils irreführende Titel und ebensolche Detailangaben enthalten. Hierbei bezieht man sich auf einen Fall aus dem Jahre 2005, bei dem Anzeigen mit den Titeln "Kloster Ford" und "Charlestown Toyota" – beides Autohändler - die bereitwilligen Nutzer zur Seite "Trading Post", einem Online-Auktionshaus, lotsten. Die ACCC sieht dieses als klare Täuschung an, was nach australischem Recht ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht ist.

Aus diesem Grund will die australische Verbraucher- und Wettbewerbsbehörde Google vor Gericht zerren. Ein Termin ist laut news.com.au für den 21. August angesetzt.

Falls Google tatsächlich für die Anzeigen, welche von den Adwords-Nutzern gestaltet werden, verantwortlich gemacht werden wird, dann könnte dieses ungeahnte Folgen haben. Schließlich wären letztlich nicht nur Google, sondern auch Yahoo! und Co. betroffen. Auch wäre die Überprüfung sämtlicher geschalteter Anzeigen fast ein Ding der Unmöglichkeit ...was der Online-Werbung einen schweren Schlag versetzten würde.

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