Donnerstag, 9. August 2007

Ein kurzes FeedBurner Fazit


Kürzlich hab ich meinen Feed, wie manche schon gemerkt haben, auf FeedBurner (kurz FB) umgestellt. Das ganze hatte mehrere Gründe:

1 – Ich wollte FB schon länger testen.
2 – Google hat FB aufgekauft – daher ist es Pflicht, FB zu testen.
3 – Ich hatte gerade genug Zeit, um die Umstellung abzuhandeln.

Was ist FeedBurner eigentlich?

Für diejenigen, die nicht wissen, was FeedBurner ist: FeedBurner ist ein Web Feed Management Provider. Das heißt, über FB kann man die Feeds seines Blogs (seiner Website, etc.) organisieren, verändern, erweitern und verschiedene Statistiken zu ihnen abfragen, die von Haus aus (etwa dem CMS) nicht möglich sind.

Anmeldung, Website, Bedienung etc.

Die Anmeldung bei FB geht recht schnell von der Hand: Username, Feed(s), Passwort, eben das übliche angeben und dann kann's schon losgehen. Dann noch bei Blogger (Blogspot) – oder dem entsprechenden CMS - die Feed-Umleitung aktivieren - und fertig ist's. Probleme gab's hierbei keine.

Nur, vielleicht geht’s manchen ähnlich, die Website von FeedBurner ist etwas unübersichtlich und wird bei mir (Firefox 2.x) fehlerhaft dargestellt, was nach einiger Zeit ziemlich nerven kann. In dem Optionspunkt "Sprachen" kann man FB auch auf Deutsch Beta umstellen. Das Beta trägt diese Option vollkommen zurecht, denn die meisten Übersetzungen sind mehr schlecht als recht und verwirren eher, als zu helfen - > meine Empfehlung: Nutzt Englisch. Das kommt besser.

Die Bedienung von FeedBurner ist recht simpel und geht einfach von der Hand. Gemanged werden die Feeds, wie sollte es anders sein, unter dem Punkt Meine Feeds (bzw. My Feeds). Hier werden die entsprechenden Feeds mit Abonnenten und Besuchern aufgeführt.

Mit einem Klickt kann man sich weitere Details anzeigen lassen ...

Statistiken, Optimierung, Publizieren etc.

Statistiken und Analysen gibt’s bei FeedBurner zu Hauff. Alleine die Analyse der Abonnenten ist schon Gold wert und kann sehr hilfreich sein. So erfährt man, auf welche Feedreader die Nutzer setzten und welchen Browser sie nutzen.

Weiter geht’s mit Live Hits: Dieses Tool verrät uns mit was und in welcher Zeit die letzten 25 Feed-Abrufe stattgefunden haben. Auch Robots und Crawler fließen hier mit ein.

Unter Item Use/Item Views kann man dagegen sehen, welche einzelnen Beiträge wie oft aufgerufen wurden. Das ist hilfreich um zu erfahren, was die Leser lesen wollen oder besonders interessant finden.

Als letzten, wichtigen Punkt haben wir Uncommon Uses: Dort werden "ungewöhnliche" bzw. unbekannte Arten aufgeführt, auf die euer Feed genutzt wird. Etwa wenn der Feed direkt in einen Blogs integriert (Content-Dieb) oder über einen unbekannten FeedReader abgerufen wird.

Fast noch umfangreicher als die Analyse- sind die die Optimierungsoptionen. Hier kann man etwa Bookmarks (Digg, del.icio.us usw.) und Bilder in den Feed einfließen lassen, auch diesen auch mit Geo-Tags versehen. Weiterhin bestehen die Möglichkeiten Titel und Beschreibung für den Feed zu erstellen, diesen zu kürzen, zu konvertieren (RSS 2.0, 1.0, Atom 2.0, Atom 1.0) und Links zu Amazon automatisch mit der Associates ID zu versehen. Bisher habe ich noch keine dieser Optionen genutzt, aber ich werde sicherlich so manches ausprobieren.

Wie man seinen Feed bewerben, oder auch schützen kann, das erfährt man unter Publicize. Hier wird man mit Optionen geradezu erschlagen: Man kann kleine "Werbebanner" generieren, Widgets basteln und die bekannten FeedCounter aktivieren. Darüber hinaus kann man seinen Feed mit einer CC-Lizenz versehen aber auch mit einem Passwort schützen, so dass nicht jeder ihn einfach nutzen kann.

Zu guter Letzt existiert natürlich auch die Option, Werbung in den eigenen Feed zu integrieren. Dieses ist allerdings (noch) nicht so einfach, wie etwa bei AdSense. Stattdessen muss man FeedBurner erst kontaktieren und den eigenen Feed vorschlagen. Dieser wird dann gemessen, gewogen und (wahrscheinlich) für gut befunden. Anschließend kann man im Menüpunkt Monetize die Werbung im Feed managen.

Fazit: Im Großen und Ganzen ist FeedBurner eine feine Sache, insbesondere wenn man halbwegs "professionell" und gerne bloggt. Man bekommt viele Funktionen geboten, die von großem Nutzen sind bzw. sein können und durchaus das Blogger-Leben vereinfachen.
Allerdings sollte man bei der Gestaltung noch etwas nacharbeiten und die Funktionen weniger verschachteln.

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