Sonntag, 16. September 2007

Google Street View verstößt gegen kanadisches Recht


Ein weiterer Schlag für Google Street View: Das aufsehenerregende Feature für Google Maps verstößt offensichtlich gegen geltendes kanadisches Recht.

Wie die kanadische Datenschutzbeauftragte Jennifer Stoddart in einem Brief an Google mitteilte, würde eine Ausdehnung von Street View auf kanadische Gefilde Probleme mit sich bringen. Denn, wie sie erklärt, sei das Ablichten von Personen ohne deren Einwilligung, auch wenn sie dadurch zum Gegenstand einer Panoramaphotographie werden, für Unternehmen durch den Personal Information Protection and Electronic Documents Act untersagt. -- Kurz gesagt: Google müsste von jeder abgelichteten Person eine Einwilligung einholen, bevor ein Bild veröffentlicht (oder gar geschossen) wird.

Die Bilder von Google Street View, so Stoddart, seien hochwertig genug, um Personen zu identifizieren und eine 'persönliche Information' im Sinne des Datenschutzrechtes darzustellen.

Und selbst, wenn die entsprechende Person ihre Zustimmung zur Ablichtung erteilt, hat sie im nach hinein das Recht, die persönlichen Daten – in diesem Fall das Photo – einzusehen und die Nutzung zu begrenzen. Auch die nachträgliche Abänderung und die Korrektur – möglicherweise – falscher oder missinterpretierbarer Daten kann durch die betreffende Person gefordert werden.

Für Google bedeutet dieses, dass die Möglichkeit, nach der Veröffentlichung Bilder aus Street View zu entfernen – wie dieses in den USA gehandhabt wird -, nicht genügen würde. Schon vorher müssten mögliche datenschutz- und persönlichkeitsrechtverletzende Aspekte ausgeschlossen werden.

Google hat mittlerweile auf das Schreiben der kanadischen Datenschützerin reagiert und festgestellt, dass man sich stets an die lokalen Rechte der Länder und Staaten halten werde. Bei Google Street View arbeite man mit verschiedenen Organisationen zusammen, um Probleme mit dem Persönlichkeits- und Datenschutzrecht auszuschließen.

[via PCWorld]

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