Donnerstag, 13. September 2007

Googles NASA-Parkplatz kostet 1,3 Millionen US-Dollar

Wie gestern schon geschrieben, hat Google das Recht zugeschrieben bekommen, seine kleine Boeing 767 auf dem Moffett Federal Airfield der NASA zu parken. Der International Herald Tribune hat nun raus bekommen, wie teuer Google der Parkschein kommt!

Insgesamt, so heisst's nun, muss Google 1,3 Millionen US-Dollar pro Jahr hinblättern, um den nur 7 Minuten Fahrzeit entfernten Abstellplatz und Hangar nutzen zu können. Dieses sei vergangenen Monat in einem Vertrag mit der Firma H211* festgehalten worden. Darüber hinaus bekommt die NASA die Rechte zugeschrieben, auf den Flugzeugen, die von H211 verwaltet werden, außer der Boeing 767 sind das noch zwei Gulfstream V, Instrumente zu wissenschaftlichen Zwecken zu installieren.

"Es war eine Möglichkeit für uns, einige der Fix-Kosten zur Wartung des Flugfeldes zu decken", gab Steven Zornetzer von der NASA an.

Die Einwohner vom schönen Mountain View sollen die Situation derweil nicht so rosig finden. So sorgt man sich über eine mögliche Lärmbelästigung durch die Flugzeuge und geht sowieso schon seit Jahren gegen das Moffett Federal Airfield vor, um die Fluganzahl möglichst gering zu halten.

Google wollte sich zu der Situation nicht äußern und verwies lediglich darauf, dass es sich hier um eine persönliche Angelegenheit der Gründer von Google handle. Diese waren wiederum nicht zu einen Kommentar in den Medien bereit.

* Bei der Firma H211 handelt es sich – offensichtlich - um ein Unternehmen, welches der Interessenvertretung der Google-Führung dient – nichts ungewöhnliches in den USA. So werden etwa die Flugzeuge von Google – die eigentlich nur von der Führung von Google genutzt werden – über diese Firma betrieben. Dieses macht die Nutzung und Abrechnung einfacher und bietet darüber hinaus versicherungstechnische und steuerliche Vorteile.

Viele US-Firmen lassen ihren Fuhrpark auf eine eigenständige Firma laufen. Ähnlich wie beim BwFuhrparkService der Bundeswehr, welcher die Verwaltung der Fahrzeuge unserer Streitkräfte übernimmt.

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