Freitag, 14. September 2007

Mit Google zum Mond: Der Google Lunar X PRIZE!

Google will ins Weltall: Zusammen mit der X PRIZE Foundation haben die Jungs aus Mountain View einen Wettbewerb - den Google Lunar X PRIZE - ausgeschrieben, bei dem es darum geht, ein privates Forschungsfahrzeug auf den Mond zuschicken und damit mindestens 500 Meter auf der Oberfläche unseres Trabanten zurück zulegen. Dabei sollen darüber hinaus Videos, Bilder und Daten gesammelt und zur Erde geschickt werden.

Demjenigen, der dieses bis zum 31. Dezember 2012 schafft, winken 20 US-Millionen Dollar Preisgeld. Für den Zweitplatzierten gibt’s immerhin noch 5 Millionen US-Dollar. Und wer Bonus-Missionen – Strecke von mehr als 5000 Meter zurücklegen, Überbleibsel von Apollo-Mission photographieren, Wasser/Eis entdecken etc. - erfüllt, kann noch 5 Millionen US-Dollar mehr einstreichen.

Falls kein Teilnehmer seine Aufgabe bis zum Ende des Jahres 2012 erfüllt, wird der Wettbewerb um 2 Jahre verlängert. Allerdings wird das Preisgeld daraufhin auf 15 Millionen US-Dollar gestutzt, was Ruhm und Ehre allerdings nicht mindern würde.

Wie's in einer Pressemitteilung heißt, richtet sich der Google Lunar X PRIZE an Unternehmer, Ingenieure und Visionäre auf der ganzen Welt. Sie sind dazu aufgerufen, bei der Rückkehr auf den Mond mitzuwirken und die Oberfläche des Erdbegleiters und dessen Umwelt zum Wohle und Nutzen der gesamten Menschheit zu erforschen. "Wir sind davon überzeugt, dass Teams auf der ganzen Welt zur Entwicklung neuer Robotertechnologien und Technologien zur virtuellen Präsenz beitragen, die die Kosten der Weltraumerforschung drastisch senken werden.", meint Dr. Peter H. Diamandis, Vorsitzender und CEO der X PRIZE Foundation.

Es gehe diesmal nicht um das Streben nach "Flaggen und Fußabdrücken" ...


Dieses Mal fliegen wir zum Mond, um dort zu bleiben. Der Mond ist das Sprungbrett ins Sonnensystem und liefert Lösungen für einige der dringendsten Umweltprobleme auf der Erde – Energieunabhängigkeit und Klimawandel. Regierungen auf der ganzen Welt haben bereits die Bedeutung der Monderforschung erkannt, und nationale Raumfahrtbehörden aus den Vereinigten Staaten, Russland, China, Indien, Japan und europäischen Nationen möchten in den nächsten zehn Jahren Sonden auf den Mond schicken.

Heutzutage besteht die Grenze privater Unternehmungen im Halo der Kommunikationssatelliten im geostationären Orbit 24.000 Meilen über unserem Planeten. Der Google Lunar X PRIZE motiviert Privatunternehmen dazu, in andere Sphären vorzudringen, um an diesem großen Abenteuer teilzunehmen.


Alan Eustace schreibt im offiziellen Google Blog dazu, dass sich Google am X PRIZE beteiligt, weil's cool ist. Schon immer habe der Vorstoß ins All neue Technologien und große Durchbrüche hervorgebracht. Auch der X PRIZE, so meint Alan, könne Neues mitsichbringen und Großes bewirken– etwa in Sachen Robotertechnologie!

Dass sich Google am X PRIZE beteiligt, zeigt erneut Googles Faible für den Weltraum und den Drang, an großen Projekten mitzuwirken. Dass erst kürzlich Google Sky seine Premiere feierte und Google Moon aktualisiert worden war, scheint also kein Zufall zu sein.

Falls in Zukunft noch mehr "spaceiges" auf uns zukommt, überraschend wäre es nicht...

Anmerkung zur X PRIZE Foundation: Die X PRIZE Foundation ist ein gemeinnütziges Institut, dass sich der Förderung von Bildung und Innovation verschrieben hat. Sie organisierte schon von 1996 bis 2004 den Ansari X-Prize, der den ersten privaten suborbitalen Raumflug zur Folge haben sollte – Preisgeld waren 10 Millionen US-Dollar gewesen.

An dem Wettbewerb hatten mehrere private Unternehmen und Privatleute mit gut gefüllten Portemonnaies teilgenommen – darunter etwa: Armadillo Aerospace mit John Carmack (dem Gründer von id-Soft; der Vater von Doom), die russische Firma Space Adventures und Scaled Composites, welche den Wettbewerb mit dem SpaceShipOne gewann.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Wow. Google lässt ja keine Gelegenheit aus, sich in die wissenschaftliche Welt zu drängen.