Dienstag, 4. September 2007

Was die Google Street View-Flotte kostet!


Nach dem Start von Google Street View hat man auf den Straßen der USA so einige Fahrzeuge gesehen, die für die Verbilderung von Googles neustem Feature verantwortlich sind: Darunter der NewBeetle von Immersive Media, ein Van mit einem riesigen Aufbau auf dem Dach und letztlich der Chevy Cobalt, mit dem ich mich hier beschäftigen will.

Von den CCCCs – also Chevy Cobalt Camera Cars, wie sie Gizmodo nannte - existieren mindestens 30 Stück. Ein neugieriger Einwohner hatte sie bei Google in Mountain View entdeckt, photographiert und die Photos an Gizmodo geschickt.

Wie gesagt, handelt es sich bei den Fahrzeugen also um das Model Chevy Cobalt. Als Neuwagen kosten dieser zwischen 13.500 (ohne alles) und 18.000 US-Dollar (mit allem drum und dran) je Stück. Da ich annehme, dass Google nur die Mindestausstattung gewählt hat, kommen wir bei 30 Wagen auf 405.000 US-Dollar. Mit einem, bestimmt gewährten Rabat, von 5% sind es immerhin noch 384.750 US-Dollar.

Überraschend teuer fällt die Kamera für die CCCCs aus. Diese – genannt LadyBug bzw. LadyBug2 - kostet nämlich, je nach Ausführung, Model und Anbieter, zwischen 9.995 (ohne Zusatzgeräte) und 20.500 US-Dollar (samt technischer Grundausrüstung). Dafür hält das hübsche Stück Technik aber auch Wind und Wetter stand und schießt bei einer Auflösung von 1024x768 Pixeln bis zu 30 Bilder pro Sekunde – und dieses mit 6 Linsen gleichzeitig.
Ich nehme auch hier mal einen Fix-Preis, ~ 20.000 US-Dollar pro Kamera (mit Ausrüstung etc.), an, was bei 30 Stück 600.000 US-Dollar macht.

Dann haben wir noch den mehr oder minder provisorisch wirkenden Aufbau, bei den Fahrzeugen: Dieser wird pro Fahrzeug mit knapp 60 US-Dollar zu Buche schlagen, Vielleicht auch etwas mehr oder weniger. Insgesamt also 1.800 US-Dollar, über den Daumen gepeilt.

Und zum Schluss: 1,50 US-Dollar für eine Packung Küchenbeutel, zum Abdecken der Kamera, wenn's Auto steht und regnet.

Unterm Strich macht das 986.551,50 US-Dollar für die Anschaffung der Google Street View Flotte. Benzin, Fahrer und Duftbäume usw. nicht mit gerechnet.

Diese Rechnung bitte nicht zu ernst nehmen ;-) Erstens könnten die ganzen Fahrzeuge auch nur gemietet sein und zweitens ... sind die Rechnungen nur grobe Schätzungen.

Kommentare:

hebbet hat gesagt…

Sehr teuer, aber bei 1.000.000.000 Gewinn im ersten Halbjahr, ist es nicht viel

Anonym hat gesagt…

Deine Berechnungen könnte sogar stimmen. Bei der finanziellen Lage von Google wäre 1.000.000 für die Autos und die den ganzen Schnickschnack sowieso nur ein Fliegenschiss.

Suchmaschinen News hat gesagt…

Finde die Rechnung ebenso realistisch und denke auch, das die Kosten zu Google's Einnahmen nicht im Verhältnis stehen.

Markus hat gesagt…

Stimme in den Einklang mit ein! Super Arbeit, Junge. Und realistisch sind die Zahlen durchaus. Obgleich man vermuten könnte, dass Google auch bei den Kameras einen großen Rabat bekommen hat.

Malte hat gesagt…

Sehr geil!