Samstag, 2. Juni 2007

Verbotener TV-Sender nun bei YouTube

Der kürzlich von der venezolanischen Regierung abgeschaltete TV-Sender Radio Caracas Television (RCTV) will seine kritische Berichterstattung nicht gänzlich unterdrücken lassen und sendet deshalb nun bei YouTube.

Seit vergangenem Sonntag ist die Lizenz des TV-Senders offiziell beendet und eine neue wurde durch den Präsidenten Hugo Chavez verweigert, da sich der Sender kritisch gegenüber dem Regime und aktiv für oppositionelle Bewegungen einsetzte. Angeblich habe der Sender auch gegen mehrere Mediengesetze verstoßen, was etliche Menschen zu mehrmaligen Protesten veranlasste.

Laut CNN zog ein Teil des TV-Senders, der Stab der Sendung El Observador, nun zu YouTube um. Mit einer kleinen Redaktion und Besetzung arbeitet man weiterhin an einer regelmäßigen Sendung, die dann bei dem bekannten Videoportal veröffentlicht wird. Weiterhin soll die Sendung aber auch von einem ehemaligen Partnersender in Kolumbien übernommen und zu später Stunde ausgestrahlt werden. Hierdurch könnten zusätzlich zu den YouTube-Nutzern 800.000 Menschen in Venezuela erreicht werden.

Mittlerweile hat sich die Sendung "El Observador" zu einer der meist gesehenen auf Googles Videoportal entwickelt.

DoubleClick-Deal: Google hat Microsoft nicht überboten

Schon seit der Übernahme von DoubleClick hat man sich gefragt, ob Google Microsoft überboten habe, oder ob sich der Riese aus Redmond einfach nur aus den Verhandlungen zurückgezogen hat. Nun hat Microsoft-Chef Steve Ballmer mit den Gerüchten und Vermutungen aufgeräumt.

Meldungen wonach Google Microsoft überboten habe, bezeichnete er gegenüber der Wirtschaftswoche als einfach falsch.

Nein, Google hat uns nicht überboten. Die genauen Details des Bieterprozesses darf ich leider nicht verraten – aber ich kann auf keinen Fall stehen lassen, dass Sie behaupten, Google hätte uns überboten. Denn das stimmt schlichtweg nicht. Die ganze Geschichte ist viel komplexer. Der Besitzer von Doubleclick war ein Finanzinvestor, der – wenn er gewollt hätte – bei dieser Transaktion definitiv mehr Geld hätte verdienen können. Sie müssen ihn fragen, warum er darauf verzichtet hat.

Freitag, 1. Juni 2007

Google macht's mit EMI

Google hat laut aktuellen Infos einen Vertrag mit dem Musiklabel EMI abgeschlossen, wonach die Videos der Künstler über Googles Videoplattform YouTube verbreitet werden dürfen. Hiermit hat Google nun alle vier großen Labels auf seiner Seite: Universal Music Group, Warner Music Group, Sony BMG und eben EMI.

Donnerstag, 31. Mai 2007

Google übernimmt Panoramio

Wie Google offiziell bekannt gab, hat man den Foto und Bild-Service Panoramio übernommen, der seit Ende des vergangenen Jahres offiziell Bilder für GoogleEarth liefert. Den Beitrag welchen Google für das kleine Unternehmen hingeblättert hat, als auch die Übernahmebedingungen sind natürlich wie immer geheim.

Auf die bisherigen Nutzer von Panoramio soll die Akquisition keine Einflüsse haben.

Wir freuen uns heute die geplante Übernahme von Panoramio durch Google bekannt zu geben. Diese Übernahme bietet großartige Möglichkeiten für alle, die Fotos bei Panoramio hochladen- mit Google können sie noch mehr Fotoliebhaber auf der ganzen Welt mit ihren Bildern erreichen. Und alle die sich Fotos bei Panoramio ansehen, können aus einer noch größeren Gesamtheit von Bildern wählen wenn Panoramio noch bekannter wird. Wir hoffen die Übernahme Mitte bis Ende Juni 2007 abgeschlossen zu haben.


Hier noch das FAQ zur Übernahme.

Mittwoch, 30. Mai 2007

Korea bekommt Neuauflage von Google X



Wie es aussieht hat Korea eine Neuauflage von Google X spediert bekommen, welches vor längerem kurzzeitig in den Google Labs getestet werden konnte. Die stark überarbeitete koreanische Variante glänzt mit einem überarbeiteten und mit Piktogrammen versehenem Menü und einer animierten Footerleiste in der weitere Dienste von Google angepriesen werden (Picasa, Gmail usw.).

Im großen und ganzen wirkt diese Google-Version sehr modern und überaus schick. Auch die Bedienbarkeit ist sehr gut, obwohl die weiteren Google-Dienste unter der Suchleiste doch fast schon etwas zu viel sind.

update:
Kurzzeitig war die neue Version verschwunden, aber mittlerweile ist sie wieder online. Ob und wielange die Google-Variante erhalten bleibt, ist scheinbar noch offen.

Marokko hebt YouTube Blockade auf!

Wie ich schon am Sonntag geschrieben habe, konnten etliche Einwohner Marokkos seit Freitag nicht auf YouTube zugreifen, da der Internetprovider "Maroc Telecom" dieses nicht gestattete. Statt allerdings einer absichtlichen Zensur, so ließ der Kommunikationsanbieter verlauten, sei ein unbestimmtes Problem für die Blockierung des Videoportals verantwortlich.

Dieses hatte mittlerweile sogar die Organisation "Reporter ohne Grenzen" auf den Plan gerufen, die ernsthaft bezweifelt, dass ein technisches Problem nur eine bestimmte Seite betreffen kann. Darüber hinaus merkte man an, dass es in Marokko nur durch einen richterlichen Beschluss erlaubt sei, eine Website zu sperren.

Mittlerweile scheint die Kritik und die Aufregung im Volk Wirkung gezeigt zu haben, denn wie Mideast Youth zu lesen ist, soll YouTube wieder landesweit über "Maroc Telecom" zu erreichen sein. Allerdings wären dafür nun Google Earth und Livejournal geblockt.

Umfrage: Wieviele Server hat Google?

Philipp von Google Blogoscoped fragt sich und alle die mitraten wollen, wieviele Server Google betreibt. Eine gute Frage, die sehr schwer zu beantworten ist, da man nicht mal genau weiß wieviele Data Center Google hat. Allerdings wird angenommen, dass es schon einige Dutzend wären, die über die ganze Welt verteilt sind.

Die letzte wage Serverzahl die ich mal auf geschnappt habe lag bei 500.000 und das war irgendwann Anfang oder Mitte 2006. Da es mittlerweile allerdings einige neue Rechenzentren und Serverfarmen geben dürfte, gehe ich mal von knapp 1000.000 Server aus. Ich glaube das dürfte in etwa hinkommen.

Dienstag, 29. Mai 2007

Google übernimmt die Softwarefirma GreenBorder

Wie ich gerade bei googlesystem lese, hat Google die Softwarefirma GreenBorder übernommen, die sich auf Sicherheitslösungen für Computer spezialisiert hat. Unter anderem hat das Unternehmen eine einfache Lösung gegen Viren, Spyware und Trojaner gefunden, welche vorsieht die Internetsession vom Rest des Rechners zu isolieren und so das eigentliche System zu sichern.

Dieses Sicherheitsfeature ist auch nach der Übernahme von Google (als Trial) bei Download.com zu finden. Wie man allerdings stark annehmen kann, wird das ganze womöglich bald kostenlos als Vollversion zur Verfügung stehen.

Handelskommission untersucht Google DoubleClick-Deal

Vergangene Woche, so berichten nun US-Medien, soll die US-Handelskommission "The Federal Trade Commission" eine Antitrust-Untersuchung gegen Google eingeleitet haben. Grund: Klar, die Akquisition von DoubleClick, welche Googles Marktmacht in Sachen Online-Werbung nicht unbedeutend stärkt.

Konkurrenten wie Microsoft und Yahoo! aber auch Datenschützer wie das Electronic Privacy Information Center hatten den 3,1 Milliarden Dollar-Deal stark kritisiert und die Überprüfung durch die Handelskommission angeregt.

Gegenüber der New York Times, welche als erste über die Untersuchung berichtete, sei die "Federal Trade Commission" nicht bereit gewesen bisherige Aktionen und Hintergründe zu nennen (oder auch zu kommentieren). Don Harrison von Google war allerdings zu einem Statement bereit und meinte, dass es keine Gründe zur Besorgnis gäbe und die Übernahme gebilligt werden würde.

Montag, 28. Mai 2007

Gesichtserkennung bei Google-Bildsuche

Wie es scheint hat Google mehr oder minder heimlich ein neues Feature in die Bildsuche integriert. Mit diesem kann man explizit nach nachrichtenrelevaten Bildern aber auch Gesichtern suchen lassen.

Hierfür muss man einfach eine Bildsuche abschließen und anschließend in der Adresszeile den Parameter "&imgtype=news" oder eben "&imgtype=face" ergänzen.

Gut demonstrieren, so googlesystem, lässt sich dieses mit Paris Hilton. Hier einmal die Ergebnisse ohne und hier mit Parameter.

Sonntag, 27. Mai 2007

New Jersey gegen YouTube

Nachdem YouTube schon von etlichen Konzernen verklagt wurde kommt nun auch ein Seitenhieb von staatlicher Seite. New Jersey, so ist nun klar, will YouTube ebenfalls ans Leder. Die "Turnpike Authority" (Zollbehörde) des Bundesstaates erhebt Ansprüche, da auf dem Videoportal ein Clip zu finden ist, der einen tödlichen Verkehrsunfall zeigt, bei dem ein Fahrer in das Great Egg Harbor Toll Plaza gerast ist.

Ein Videokamera hatte das Geschehen aufgezeichnet.

Mittlerweile ist das Video auf YouTube als auch anderen Seiten, die entsprechende Aufforderungen erhielten, nicht mehr zu finden.

Marokko blockiert YouTube

Seit Freitag, so ist bei MideastYouth zu lesen, soll YouTube durch den Internetdienstleister "Maroc Telecom" blockiert werden, weshalb ein Großteil der marokkanischen Bevölkerung keinen Zugriff mehr auf das Videoportal hat. Das Unternehmen aus Marokko soll hauptsächlich von staatlicher Seite gehalten werden, weshalb eine gewollte Zensur durch die Regierung durchaus denkbar ist.

Die Gründe für die Sperrung des Videoportals liegen bisher noch im Dunkeln. Vermutungen legen allerdings nahe, dass Videos über Polisario (eine Unabhängigkeitsbewegung) oder kritische/satirische Clips über den König von Marokko der Auslöser sein könnten.