Freitag, 29. Juni 2007

Geschäftsmann verklagt Google wegen Internetinhalten

Erneut hat Google eine Klage am Hals. Brian Retkin, ein Geschäftsmann aus Großbritannien, wirft Google vor durch die Suchfunktion die Verbreitung von geschäftsschädigenden und beleidigenden Informationen zu fördern und zu vereinfachen. Personen die das Suchangebot der Jungs aus Mountain View nutzen, könnten leicht auf derartige Inhalte geleitet werden.

Unter anderem beanstandet der Geschäftsmann einen anonymen Beitrag in einem Forum, welches angibt, dass er Profit aus den Terror-Attacken des 11. September geschlagen hätte. Angeblich, so behauptet Retkin, würde er schon seit Jahren versuchen Google dazu zu bewegen, derartige Inhalte aus dem Index zu entfernen.

Wie der Brite von vnunet.com zitiert wird, müsse seiner Ansicht nach nun endlich jemand für die derartige Inhalte verantwortlich gemacht werden. Da das beanstandete Material allerdings anonym veröffentlicht wurde, gäbe es keinen Weg den Autor zu verklagen. Der einzige Weg sei daher, Google die Inhalte verschwinden zu lassen – und zwar für immer.

Ob die Klage Aussicht auf Erfolg hat und ob Schadensersatz vom Kläger gefordert wird ist bisher unklar. Falls Retkin allerdings gewinnen sollte, dann müsste Google mit einer riesigen Klagewelle rechnen. Schließlich finden sich unzählige kritische und vermeintlich beleidigende Inhalte im Internet, die beanstandet werden können.

[via]

Google – Meistbesuchte deutsche Seite!

Nach einer Analyse von ComScore, einem bekannten Marktforschungsinstitut, ist Google die derzeit meistbesuchte Webseite in Deutschland. Zur Ermittlung wurden statistische Zugriffszahlen des Zeitraums April und Mai 2007 herangezogen und ausgewertet.

Laut ComScore hat Google knapp 22,7 Millionen deutsche Besucher, was 69 Prozent aller deutschen Internetnutzer ausmacht. Konkret lagen die Besucherzahlen im April bei 23,012 Millionen und im Mai bei 22,685 Millionen deutschen Besuchern.

Hinter Google folgen anschließend Microsoft mit knapp 17,4 Millionen Nutzern, eBay mit 17,2 Millionen, United-Internet mit 15,4 --- und ziemlich abgeschlagen, auf dem 8. Platz, kommt Yahoo! mit 11,8 Millionen Besuchern. Die Wikipedia erreichte übrigens ein Ergebnis von 13,1 Millionen Nutzern und liegt so weit vor so mancher deutschen Top-Seite.

[via golem.de]

Neuer Google-Dienst in Russland: Otvety geht an den Start!

Heute/Gestern Abend ist in Russland ein neuer Google-Service gestartet. Dieser nennt sich Google Otvety (otvety zu dt. Antworten, Erwidern) und kann mit dem Frage&Antwort-Portal Yahoo! Answers verglichen werden. Denn eben auch bei Otvety kann man als User Fragen stellen, die von anderen Usern beantwortet werden.

Für das Beantworten von Fragen kann man Punkte sammeln und wenn man die beste Antwort liefert, dann gibt’s Extrapunkte. Auch das Besuchen des Dienstes und das Registrieren alleine wird belohnt. Was man diesen Punkten allerdings anstellen kann, das entzieht sicher meiner Kenntnis, leider.

Warum der Service zunächst in Russland gestartet ist und nicht in den USA, ist ebenfalls derzeit schwer zu beantworten. Wahrscheinlich wollte Google einen potentiellen Erfolg zunächst testen, bevor es an den großen englischsprachigen Markt tritt.

Otvety stellt nach vielerlei Meinung eventuell den indirekten Nachfolger des Dienstes Google Answers dar, der vergangenes Jahr seine Pforten schloss, da er nicht wirklich gut gelaufen ist. Dort konnte man Fragen und Rechercheaufträge aufgeben, die schnell und relativ kostengünstig beantwortet wurden.

Donnerstag, 28. Juni 2007

MySpace kopierte YouTube?

Erst vor kurzem ist MySpaceTV gestartet, das Videoportal des Social Networks MySpace. Hierbei kam man, wie Mashable schreibt, scheinbar nicht umhin so einige Seitenelemente vom Video-König YouTube abzuschauen.

Was MySpace angeblich alles kopiert hat, das könnt ihr hier nachlesen.

Datenschützer: Vorratsdatenspeicherung unverhältnismäßig und verfassungswidrig

Wie Golem.de schreibt, hat das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein eine umfassenden Stellungnahme zu den Plänen der Vorratsdatenspeicherung erstellt, welche kürzlich auch von Google kritisiert worden waren. Nach dem Urteil der Datenschützer ist das sogenannte "Gesetz zur Neuregelung der Telekommunikationsüberwachung und anderer verdeckter Ermittlungsmaßnahmen sowie zur Umsetzung der Richtlinie 2006/24/EG" unverhältnismäßig und demzufolge verfassungswidrig.

Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit gelten insbesondere für den Zugriff auf die im Rahmen der Vorratsdatenspeicherung erfassten Verkehrsdaten (§ 100g StPO-E). Der Entwurf geht über die Grenzen der Verhältnismäßigkeit und die Grenzen der Richtlinie deutlich hinaus, indem er die Herausgabe der Daten schon in Fällen der Bagatellkriminalität zulässt. Jede „mittels eines Telekommunikationsendgerätes“ begangene Straftat soll ausreichen – darunter fällt schon die telefonische Beleidigung. Im Bereich der Internetdaten wird praktisch auf jede Eingriffsschwelle verzichtet.

Auch Google hatte kürzlich die angemeldeten Praktiken der Vorratsdatenspeicherung und vor allem die Folgen für Internetdienstleister und Email-Provider kritisiert. Falls es zu einer Umsetzung der Pläne komme, so hatte Peter Fleischer von Google angedroht, werde man GMail in Deutschland abschalten.

Google: 5.000 $ für ein Gadget!

Google ist, wie Sep Kamvar selber sagt, total Ga Ga und zwar wenn's um Gadgets geht. Aus diesem Grund will Google nun diejenigen belohnen, die die besten Gadgets hervor bringen. Der Suchmaschinengigant ist bereit, im Rahmen des Google Gadget Ventures-Projektes, bis zu 5.000 US-Dollar springen zu lassen, wenn die kleine Applikation wöchentlich mindestens 250,000 Page Views durch ihren Einsatz erzielt.

Dem nicht genug, ist Google sogar bereit, einem findigen Programmierer, der aus seinen Gadgets ein Business aufbauen möchte, mit einer Finanzspritze von 100.000 US-Dollar behilflich zu sein. Vorausgesetzt wird, dass der Gründer schon ein 5.000-Dollar-Gadget geliefert hat und einen Business-Plan vorlegen kann.

Zwar finden sich im Gadget-Directory von Google durchaus nette und hilfreiche Spielereien, aber etwas wirklich Anspruchsvolles, dass einen weit gefächerten Einsatz finden könnte ist noch nicht darunter. Und genau dieses, scheint Google ändern zu wollen.

Neues bei Blogger in Draft

Wie versprochen hat Google "Blogger in Draft" um einige Funktionen erweitert. So gibt’s nun neben dem Hochladen von Videos auch die Möglichkeit Umfragen zu erstellen. Dieses geht ganz einfach per Seitenelement, das in die Vorlage eingefügt wird.

Zwar sind die Umfragen sehr einfach gehalten, aber im Funktionsumfang sollten sie den meisten Bloggern genügen.

Weiterhin gibt’s nun auch die Option der "enclosure links", welche im Profil (Einstellungen -> Formatierung - Link-Feld) eingestellt werden kann. Diese geben die Möglichkeit deinen Blog in einen PodCast-Blog zu verwandeln und bieten deinem Leser die Möglichkeit Video- und Audio-Content per iTunes etc. zu abonnieren und herunter zuladen.

Mittwoch, 27. Juni 2007

Das Leben bei Google – Aus der Sicht von Microsoft!

Im frisch angelegten Weblog no2google.wordpress.com ist am 24. Juni eine Nachricht veröffentlicht worden, die seit geraumer Zeit in den internen Mailinglisten von Microsoft kursieren soll. Der Ersteller des Blogs wollte diese mit der Welt teilen und dadurch zeigen wie Google wirklich ist – dieses behauptet er zumindest.

Der Einleitung des interviewartigen Beitrags zufolge, stammen die gemachten Aussagen von einem ehemaligen Microsoft-Mitarbeiter, der den Riesen aus Redmond verließ, um ein StartUp zu gründen, das allerdings wenig später von Google aufgekauft wurde. Dieses kam einer Anstellung beim Suchmaschinenbetreiber gleich. Aber – wie es scheint – wurde der ehemalige Microsoft-Mitarbeiter bei Google nicht glücklich und wechselte wieder zu seinem vormaligen Arbeitgeber.

In insgesamt 7. Punkten spricht der Microsoftler viel negatives über Google an und kritisiert sowohl das Arbeitsumfeld, die Karrieremöglichkeiten als auch die Bedingungen, unter denen man bei Google arbeiten muss. Allerdings machte er auch einige gute Erfahrungen, woraus er folgert, dass sich Microsoft dennoch einiges bei Google abschauen könnte.

Im Großen und Ganzen wirft die Mail ein sowohl gutes als auch etwas düsteres Licht auf Google und bietet so einen durchaus interessanten Einblick in die Welt der Internetgiganten. Aber urteilt am besten selbst.

Übrigens: Ob diese Mail und Aussagen authentisch sind, darüber kann man bisher leider noch nichts sagen. Allerdings sind manche der angeschnittenen Punkte auch schon von anderen (ehemaligen) Googlern bekannt und auf ähnliche Weise wiedergegeben worden.

[via]

AdSense: Jetzt auch mit runden Ecken!

Eine kleine Erweiterung für AdSense auf die manche sicherlich schon einige Zeit gewartet haben: Die Werbe-Elemente gibt’s nun nämlich auch mit runden Ecken. Auf diese Weise passen sich die Anzeigen viel besser in so manch modernes Design ein und fallen weniger störend auf.

Wahlweise kann man nun also auf "spitze Ecken", "leichte gerundete Ecken" und "abgerundete Ecken" zurückgreifen. Beide Letztgenannten sehen gleich viel besser und vor allem modischer aus als die alten AdSense-Kästen. Und wer weiß, vielleicht kommen sie auch bei freudigen Werbeklickern viel besser an.

Wie man übrigens im AdSense-Blog lesen kann, sind die runden Ecken nur ein Teil einiger Verbesserungen an denen man bei Google arbeitet. Man will später noch weitere Möglichkeiten auffahren, die Anzeigen anzupassen und so auch die Nutzer glücklich zu stimmen.

Ob das schmeckt ...



Google Fried Chicken gibt’s für $14.50 bei Kramer Books & Afterwords Cafe in Washington DC. Ob das ganze schmeckt bleibt natürlich erstmal fraglich ...

[via]

Picture (CC) by davidking

Dienstag, 26. Juni 2007

Sensation: Atlantis in der Schweiz entdeckt!

Wozu brauchen wir Archäologen und Forscher, wenn wir doch Google haben. Für Corsin Camichel brauchte es nur ein paar Clicks und Google Maps um das sagenhafte und geheimnisumwitterte Atlantis zu finden.

Und tatsächlich verbirgt sich die mystische Stadt die einst in den Fluten versank auch heute noch im Wasser. Genauer: Laut Google liegt Atlantis im Zürichsee in der Schweiz, nahe der Stadt Sträfa.

Freilich handelt es sich bei dem 'Sensationsfund' nur um einen kleinen Bug. Dieser ist aber durchaus witzig ;-)

[via]

Google News – Nun mit ordentlich Bildern

Die .com-Version vom Google News hat eine kleine Überarbeitung erfahren und bietet nun neben einer Text- und der Standard-Version nun auch eine Image Version. Bei dieser werden auf der linken Seite mehrere Bilder angezeigt und sobald man mit der Mouse über die streift, wird aus der rechten Text-Sidebar der entsprechende Artikel-Auszug angezeigt.

Das ganze wirkt derzeit noch etwas experimentell und spielerisch, könnte aber bald in Auszügen seinen Weg in ein 'neues Google News' finden.

Antwort-Maschine: Google im Jahre 1964

Bei Philipp gibt’s einen interessanten Fund: Einen Ausschnitt aus einem Magazin aus dem Jahre 1964, der 'Google' oder besser eine Art Suchmaschine prophezeit. Die "Antwort-Maschine" genannte Apparatur besteht aus einer Tastatur und einem (Flach-)Bildschirm an der Wand. Wenn man eine Frage eingibt, dann erscheint auf dem Bildschirm die dazu passende Antwort ...

Update: Philipp postete nur einen Ausschnitt, hier gibt's den ganzen Artikel.

Google: Weitere Beobachtung von Vista nötig!

Google soll zwar mittlerweile mit den vorgeschlagenen Änderungen an Windows Vista zufrieden sein, dennoch drängt man auf eine weitere Beobachtung des neuen Betriebssystems. Laut Golem.de soll die US-Richterin Colleen Kollar-Kotelly dafür sorgen, dass Microsoft auch über den November 2007 hinaus genaustens im Auge behalten wird und Vista den Wettbewerb nicht behindert.

Schließlich gäbe es laut Google noch so einige unbeantwortete Fragen. Bei Golem.de weiterlesen...

Montag, 25. Juni 2007

Einige Worte zu Yahoo!

Schlechte Zeiten für Yahoo! Erst wechselt der schwächelnde Internetgigant seinen CEO aus, wobei mit Jerry Yang einer der Gründer ans Ruder kam, und nun ist auch noch die Vertriebschefin der Firma, Wenda Millard, zurückgetreten. Wie sie sagte, würde sie größere Aufgaben suchen.

Aufgrund dessen wird nun im Hause Yahoo! umgebaut und neu geordnet. Die Abteilung für Werbung in Suchergebnissen soll mit der traditionelle Werbung kombiniert werden, so dass wieder Überblick über Chaos herrscht. Fraglich ist allerdings ob eine bloße Neuordnung Yahoo! retten kann.

Experten und Analysten hatten den einstigen Stern des Internethimmel zumindest ziemlich kritisch betrachtet und teils sogar ein baldiges Ende vorher gesagt. Mag daran liegen, dass man Yahoo! Missmanagement vorwirft, viele Mitarbeiter davon liefen um nur wenige Türen weiter bei Google, Ask.com, Microsoft oder gar einem OpenSource-Unternehmen einzusteigen. Auch die mangelnde Innovationslust, die man eigentlich immer Microsoft vorwirft, hatte dem Internetgiganten ziemlich geschadet.

Nur Flickr und del.icio.us aufzukaufen, so sagte man, würde nicht reichen um den Zauberstaub des Web2.0 um sich aufflammen zu lassen.

Mittlerweile wird darüber spekuliert, wie man ein Fortbestehen Yahoo!s sichern könne. Ein Aufkauf, so wird zumindest gemauschelt, könnte noch in diesem Jahr anstehen. Als Kandidaten kämen hierfür natürlich Microsoft, Rupert Murdochs News Corp, eBay und – ja, angeblich – auch Google in Frage. Wobei Google einen Aufkauf des Internetgiganten alleine nur schwer bewältigen könnte – zusammen mit einem Kapitalgeber könnte eine Übernahme allerdings durchaus möglich sein.

Dass es allerdings tatsächlich soweit kommt, das wage ich derzeit noch zu bezweifeln.

Picture (CC) by Nicholas C. Zakas

Übernimmt Google GrandCentral?

Nach Angaben von TechCrunch hat Google den Telefonie-Dienstleister GrandCentral übernommen, oder ist zumindest in Verhandlungen mit dem aufstrebenden StartUp. GrandCentral bietet seinen Kunden mehrere Services zum Beispiel "eine Nummer für all deine Telefone und dieses ein Leben lang", aufzeichnen und speichern von Telefonanrufen, Sperrung von unliebsamen Anrufern und noch so einiges mehr.

Wie viel am Bericht von TechCrunch dran ist bleibt abzuwarten. Allerdings würde das Angebot von GrandCentral zumindest teilweise in die bestehenden Google-Services rein passen.

Google will Zensur bekämpfen

Nicht ganz uneigennützig hat sich Google nun entschlossen, gegen die sich mehrende Zensur im Web vorzugehen. Laut der USA Today (ja, die schreibt auch mal was gescheites) wandte sich das kleine Unternehmen aus Mountain View kürzlich an die US-Regierung und forderte diese auf, sich vermehrt gegen Zensur im Internet stark zu machen. Insbesondere das Handelsministerium sollte gegen derartige Praktiken vorgehen, da diese eine nicht unerhebliche Barriere für den freien Handel darstellen.

Der starke Anstieg der Zensur durch Regierungen in Asien und dem Mittleren Osten, so Google, sei eine Gefährdung für Geschäftsmodelle die auf Werbung und Anzeigenvermarktung basieren.

In Verbindung mit der kürzlichen Kritik an den Überwachungsplänen der Deutschen Regierung könnte man beinahe denken, dass Google eine Charme-Offensive gestartet hat. Zumindest scheint die kritische und auf Datenschutz bedachte Seite des Suchmaschinengiganten ganz gut anzukommen.

Sonntag, 24. Juni 2007

Larry Page’s Helikopter



Ja, ein Milliardär zu sein hat schon seine Vorzüge. Und diese scheint Larry Page durchaus zu nutzen. So reiste der Google-Gründer im Gegensatz zu anderen nicht mit dem Auto, sondern mit dem Helikopter zu Tim O'Reillys Foo Camp in Sebastopol, irgendwo in Kalifornien, an.

Das Foo Camp ist so eine Art Geek-Fest, dass ziemlich unorganisiert, irgendwo in der Wildnis abgehalten wird. Geschlafen wird in Zelten, dem Auto oder was sonst noch da ist. Allerdings kommt dort leider nicht jeder hin – man muss von Tim O'Reilly oder einem anderen persönlich eingeladen werden. Ein Treffen der Top-Geeks und Nerds, wenn man so will.

[via valleywag]

Picture (CC) niallkennedy