Samstag, 7. Juli 2007

Data Center für Council Bluffs

Derzeit lässt Google in Council Bluffs in Iowa ein neues Data Center errichten. Das gute Stück soll zwischen 450 und 600 Millionen US-Dollar kosten und im Sommer 2009 in Betrieb genommen werden.

Wie Google auf einer Website zur Unternehmung berichtet, wählte man den kleinen Ort Council Bluffs, da er sowohl in Sachen Energieversorgung, verfügbare Baufläche und Arbeitskräften die erste Wahl gewesen sei.

[via googlified]

Freitag, 6. Juli 2007

Googles Konkurrenz: 10 interessante Alternativen im Überblick

Google, Google, Google! Keine andere Suchmaschine läuft derzeit so gut und das größtenteils zu recht. Dennoch – das hatte ich schon mal kurz angeschnitten – hat Google neben Microsoft's Live Search, Yahoo! und Ask.com eine Konkurrenz, die sich teils durchaus sehen lassen kann. Einige der selbsternannten Thronfolger und Alternativen hab ich mir mal etwas genauer anschaut.

Exalead
Gesamteindruck:
gut bis sehr gut Gefahr für Google: bedingt

Exalead ist eine durchaus solide Suchmaschine aus Frankreich, die zum europäischen Quaero-Projekt gehört. Ziel es Projektes war es, Google, Yahoo! und MSN eine europäische Alternative entgegen zu stellen. Doch aufgrund von Problemen sind die weiteren Unternehmungen unklar.

Im Grunde ist Exalead durchaus gut konstruiert. Es werden Vorschaubilder, eine spezielle Wikipedia-Suche, als auch Video und Bildersuche geboten. Auch nette Feinheiten, wie die Darstellung der Ergebnisse verändern zu können, oder die "jüngsten Ergebnisse" anzuzeigen, zeugt durchaus von Engagement.

Dennoch kränkelt Exalead scheinbar an dem scheinbar unvollständigen Index und einer etwas langsamen Aktualisierung. Auch das Fehlen einer Nachrichtensuche ist anzumerken. Und etwas, das mich beinahe zur Weißglut treibt ist, dass man jedes mal beim Aufrufen von "Exalead" mit einem blickenden Banner genervt wird, wenn man keine Cookies annimmt – ein fetter Minus-Punkt!

Hakia
Gesamteindruck:
gut Gefahr für Google: möglicherweise

Hakia ist ein interessantes Projekt, setzt die gleichnamige Suchmaschine doch auf die semantische Suche. Das heißt, dass Hakia eine Art künstliche Intelligenz nutzt, um die Suchbegriffe und ihre kontextuelle Beziehung zu erkennen. Die Suchtechnologie kann also herausfinden, was der Nutzer will. Kein Wunder ist doch der Gründer von Hakia, Dr. Berkan, ein Nuklearwissenschaftler und Experte für Künstliche Intelligenz.

Schon jetzt kann man bei Hakia Fragen (auf englisch) eingeben und bekommt manchmal sogar konkrete Antworten. Vollkommen korrekt funktioniert das System zwar noch nicht, aber es sind durchaus gute und hoffnungsvolle Ansätze zu erkennen. So erscheint bei der Frage "Who is Alexis Bledel?" eine On-Box mit einem Biographieauszug aus einer Alexis Bledel-Fansite.

Wie Dr. Riza Berkan, CEO von Hakia, mal angab, könnte ihre Suchmaschine Cookies überflüssig machen, da ihr Algorithmus den Sinn von Fragen und Eingaben verstehe. Ein Aufzeichnen und Analysieren des Nutzerverhaltens zur Verbesserung der Suchtechnik wäre daher nicht nötig.

Seekport
Gesamteindruck:
mittel Gefahr für Google: keine

Seekport ist eine Suchmaschine aus Deutschland, wird aber auch in Spanisch, Englisch und Französisch angeboten. Die Startseite von Seekport als auch die SERPs wirken etwas unaufgeräumt und altbacken. Etwas mehr Style und Mut zum Design wäre durchaus positiv.

Die Suchergebnisse selbst fallen zwar relevant aus, zeigen aber dass die Anzahl der indexierten Seiten nicht gerade groß ist. Positiv hingegen zu bewerten ist die Referenzen-Suche, mit welcher man Online-Enzyklopädien und Lexika durchforsten kann. Ein weiterer Ausbau dieser Funktion könnte nicht schaden. Außerdem bietet Seekport auch noch eine Blog- und eine News-Suche, die zwar nicht schlecht aber auch nicht wirklich überzeugend sind.

Im Großen und Ganzen ist Seekport eine nette kleine Suchmaschine, die durchaus zur Recherche taugt, aber mit den Großen nicht mithalten kann.

ChaCha

Gesamteindruck: sehr gut Gefahr für Google: möglicherweise

Die Suchmaschine ChaCha ist, wie man sagt, etwas anders als die anderen. Zwar bietet sie ebenfalls Web-, Bilder-, News, Audio- und seit kurzem auch eine Video-Suche, aber bei ihr suchen eben nicht nur Algorithmen sondern auch Menschen aus Fleisch und Blut.

Nach dem man bei ChaCha zunächst die Standardsuche angesteuert hat, bietet einem die Suchmaschine die Möglichkeit mit einem sog. "Guide" zu chatten. Dieser ist ein bezahlter Helfer, der vor einem Rechner sitzt und für dich passende Links und Ergebnisse sucht.

Die Idee ist zwar recht simpel, aber trotzdem sehr interessant, denn die Guides liefern oft und sehr schnell interessante und relevante Ergebnisse. Ein Konzept, dass durchaus Erfolg haben könnte und nicht zuletzt Spaß macht.

Übrigens: Als "Guide" bei ChaCha verdient man, je nach "Erfahrungslevel", 5 bis 10 US-Dollar pro Stunde. Wobei es derzeit, so zumindest die Angabe meines "Guides", zwischen 10.000 und 12.000 von ihnen gibt.

Powerset
Gesamteindruck: k.a. Gefahr für Google: höchstwahrscheinlich

Powerset ist wohl die interessanteste Konkurrenz, die Google gegenübersteht oder gegenüberstehen wird. Denn bisher ist über Powerset noch nicht wirklich viel bekannt. Die 70 Mann starke Firma aus San Francisco arbeitet bisher im Stealhmode und mochte nur wenig über sich und ihre Arbeit bekannt gegeben. Erst Ende des Jahres will man Beta-Testern in den sog. Powerlabs Einblick in das Kommende gewähren und sich so auf den richtigen Start vorbereiten.

Klar ist bisher, dass Powerset Natural Language-Search (Suche mit natürlicher Sprache) ermöglichen soll. Sprich: Man kann mit der Suchmaschine kommunizieren, wie mit einem Menschen auch. Keine abgehackten Keywords, kein "+", "in URL" oder sonstige Phrasen sollen notwendig sein. Falls es nach den Gründern von Powerset geht, könnte die Suche sogar mit Hilfe von akustischer Sprache oder dynamisch per Chat mit der Suchmaschine erfolgen. Und um die Suchmaschine herum, so die derzeitigen Plane, soll sich eine Art virtuelles Ökosystem aufbauen, das Google und dem Rest der Welt die Stirn bieten soll.

Hierbei setzt man kräftig auf die Unterstützung der User, welche praktisch mit der Suchmaschine partizipieren und in einem Social Network kommunizieren sollen. Sie können sich etwa in Gruppen organisieren, austauschen, die Ergebnisse der Suchmaschine bewerten und vieles mehr...

(übrg. Wahrscheinlich werde ich bald noch etwas größeres zu Powerset schreiben, da man mir aus SF mitteilte, dass man gerne mit Bloggern kooperiert.)


Snap
Gesamteindruck:
gut Gefahr für Google: bedingt

Die Suchmaschine Snap bietet ein nettes Rundum-Paket. Man kriegt alles was man erwartet und teilweise sogar noch etwas mehr. So kann man mit Snap das Web durchforsten, nach Bildern stöbern und sich die aktuellen Nachrichten präsentieren lassen.

Die Suchergebnisse sind durchweg akzeptabel, allerdings könnte man bei der Indexgröße und der Aktualität etwas nachbessern.

Was Snap interessant macht ist aber nicht die Suche selbst, sondern das attraktive Auftreten. Diese Suchmaschine ist wie die graue Maus, der man die Brille abnimmt und ein hübsches Kleid anzieht. So hat man neben der Standard-Suche auch die Möglichkeit "Web Enhanced" auszuwählen: einem Suchmodus der mit Vorschaubildern, Unendlich-Scrollen und einer Bewertungsmöglichkeit der Suchergebnisse daherkommt.

Besonders schick ist die Snap-Bilder-Suche. Geradezu Brachial wird man hier, wie einst bei der Live-Suche Beta, mit Ajax-Kniffen und einer dynamischen Webseite beeindruckt. Im Gegensatz zur Suche von Microsoft ist die Bilder-Suche bei Snap allerdings nicht nur hübsch sondern auch funktional.

Mit etwas Arbeit könnte aus Snap durchaus noch etwas werden.

Lexxe

Gesamteindruck:
mittelmäßig Gefahr für Google: gering

Lexxe (gesprochen "Leksi") ist eine Suchmaschine, die sich ebenfalls Natural Language-Search auf die Fahne geschrieben hat, aber von der ich – zugegeben – gestern zum ersten Mal gehört habe. Nichtsdestoweniger ist Lexxe ziemlich interessant.

Wie sich bei einer Suche nach "Who is Alexis Bledel?" zeigt, clustert Lexxe die Suchergebnisse. Kurz gesagt: Die Suchmaschine interpretiert die Suchphrase und unterteilt die gefundenen Ergebnisse in thematische Bereiche. Diese können dann genutzt werden, um die Ergebnisse einzuschränken und eine konkretere Antwort zu ermöglichen.

Falls Lexxe sofort genügend Informationen zur Verfügung hat, bietet sie ebenfalls – wie auch Hakia – eine On-Box Antwort auf eine eingegebene Frage. So bekomme ich auch hier einen Auszug aus einer Alexis Bledel-Biographie geboten. Bei der Frage, wer Michael Moore ist, bekomme ich sogar zwei Antworten – einmal den Doku-Filmer und einmal den Jazz-Musiker.

Zwar ist das System von Lexxe durchaus interessant, allerdings scheint der Umfang der indexierten Seiten – im Vergleich zur Konkurrenz - noch etwas gering zu sein. Auch sonst wirkt die Suchmaschine etwas stiefmütterlich und allein gelassen.

Tallstreet
Gesamteindruck:
interessant?! Gefahr für Google: keine

Tallstreet ist eine Community-gesteuerte und ebenso interessante, wie auch merkwürdige 'Suchmaschine'. Zweifelsohne wird man nämlich bei einer Suche nach einem Begriff nicht das auf dem ersten Platz finden, das man dort erwarten würde.

Das Grundkonzept von Tallstreet lässt sich etwa so beschreiben: Tallstreet verfügt über einen Index, wie eben auch Google und Co., allerdings können die User hier jede einzelne Seite bewerten. Dieses geschieht, in dem sie virtuelles Geld (oder Punkte) in die Seiten investieren. Je mehr "Investments" eine Seite aufweist, umso weiter vorne wird sie in den Ergebnissen gelistet.

Durch dieses System ist Tallstreet freilich keine Konkurrenz für Google. Aber dennoch kann man bei den Suchen auf durchaus interessante und teils auch relevante Ergebnisse stoßen. Hierdurch ergeben sich durchaus faszinierende Möglichkeiten.

Gigablast
Gesamteindruck: mittel bis gut Gefahr für Google: gering

Gigablast ist ein recht junge Suchmaschine die von Matt Wells ins Leben gerufen wurde. Sie bietet die Standard-Websuche, eine Verzeichnissuche, eine Suche für Reiseportale als auch die Möglichkeit Blogs und Regierungsseiten zu durchstöbern.

Die Suchergebnisse von Gigablast sind überwiegend gut, aber nicht mit denen von Google, Yahoo! oder Live.com zu vergleichen.

Nichtsdestotrotz bietet Gigablast mit "Giga Bits" ein nettes Feature an. Durch dieses werden Keywords die mit den Suchbegriffen in Verbindung gebracht werden angezeigt und können der Suche hinzugefügt werden. Etwas ähnliches bietet die .com-Version von Google mit "Searches related to:" an. Weiterhin existiert die Möglichkeit eine Suche an andere Suchmaschinen - wie etwa Google oder auch Yahoo! - weiterzuleiten, um die Suche dort fortzuführen.

Search Wikia

Gesamteindruck: k.a. Gefahr für Google: möglich bis höchstwahrscheinlich

Jimmy "Jimbo" Wales, der Gründer der Wikipedia, hat eine Vision. Er will eine Suchmaschine ins Leben rufen, die eine Alternative zu Google und Co. darstellen soll und darüber hinaus durch eine Community gelenkt wird.

Basieren, so wird vermutet und angedeutet, soll die Suchmaschine auf den Open Source-Programmen Nutch und Lucene, die sich in der Praxis schon als leistungsstark und funktionstüchtig erwiesen haben. Wie Jimbo im März '07 auf einer Konferenz äußerte, solle das Herzstück der Suchmaschine allerdings die "menschliche Intelligenz" darstellen. Durch sie sei schon die Wikipedia ein Erfolg geworden und auch in Sachen Suche könnte sie sich sicherlich bewähren. Die kollaborative Zusammenarbeit, so glaubt Wales, könnte Spam endlich den Gar ausmachen.

Zum Ziel gesetzt hat sich das Search Wikia-Team, 5% des Suchmaschinenmarktes zu erobern. Ein nicht gerade kleiner Teil, wenn man die Dominanz von Google, Yahoo! und Microsoft bedenkt. Wann das neue Flagschiff von Jimmy "Jimbo" Wales in See stechen kann, das ist bisher noch nicht abzusehen. Allerdings sollen Arbeiten durchaus vorangehen.

Will Google Digg kaufen?

Kevin Rose, der Gründer von Digg, hat vor einige Stunden in seinem neusten Projekt, dem Social Network-Mix Pownce, die Bemerkung fallen lassen, dass er kürzlich bei Google zu Besuch war. Was er dort wollte, mochte er scheinbar nicht sagen.

Wie zu erwarten war, fragte daraufhin jeder nach und einige spekulierten locker drauf los, ob Google an Digg interessiert sei. Sonderlich ernst sollte man diese Spekulationen natürlich nicht nehmen, aber es ist schon interessant, wer sich so alles bei Google rumtreibt.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Verbraucherschutzorganisation BEUC gegen DoubleClick-Übernahme

Zu den bisherigen Kritikern der DoubleClick-Übernahme durch Google gesellt sich nun auch die Verbraucherschutzorganisation BEUC, die European Consumers' Organisation. Auch diese kam nun, wenn auch mit Verspätung, zur Überzeugung, dass die Übernahme des Onlinewerbers eine Gefahr für den Datenschutz darstelle und darüber hinaus die Wahlmöglichkeiten der Verbraucher und Internetnutzer hinsichtlich der Web-Inhalte deutlich einschränke.

Aus diesem Grund, so schreibt die Time, appelliert die BEUC an die EU, zu überprüfen, auf welche Weise die Akquisition den Datenschutz gefährden könnte. Insbesondere sollte hierbei kontrolliert werden, welche Möglichkeiten Google hätte, das Nutzerverhalten im Internet zu protokollieren.

Nie zuvor habe eine einzige Firma derartige Möglichkeiten gehabt, Informationen darüber zu sammeln und auszuwerten, was ein Nutzer im Internet tut.

In etwa die gleichen Vorwürfe und Befürchtungen hatten auch das Electronic Privacy Information Center) und die US PIRG (U.S. Public Interest Research Group) geäußert. Auch sie fürchten, dass Google in Verbindung mit DoubleClick zu viele Möglichkeiten habe, private Nutzerdaten zu sammeln und auszuwerten, um sie anschließend kommerziell zu nutzen.

Ob diese Angst begründet ist, darüber kann man bisher keine Aussagen machen. Denn welche Daten Google wie nutzt, ist bisher nicht bekannt.

Streit um GMail: Google verliert erneut

Sieht schlecht aus für Googles Gmail in Deutschland. Auch in der zweiten Runde hat Google nämlich im Streit um die Marke "Gmail" gegen Daniel Giersch, dem Betreiber des Dienstes "G-Mail" verloren. Laut dem Hanseatischen Oberlandesgericht ist es Google damit untersagt, die Marke "Gmail" in Deutschland zu verwenden - so heise.de

Prinzipiell wäre die Sache damit für Google erledigt. Es bleibt nur noch die Möglichkeit eine Nichtzulässigkeitsbeschwerde beim Bundesgerichtshof einzulegen, um somit eine rechtskräftigkeit des Urteils zu verhindern. Ob das langfristig Sinn macht, ist natürlich fraglich.

Wie Jens schon sagte, ist Beharrlichkeit von Daniel Giersch durchaus bewundernswert. Insbesondere wenn man einen Gegner wie Google hat.

I’m Feeling Lucky!



Wenn das mal nichts ist: Eine Google-Unterhose, die dann noch mit "I’m Feeling Lucky" bedruckt ist. Die kommt sofort auf meine Haben will!-Liste.

[via]

Picture (CC) by .CK

Mittwoch, 4. Juli 2007

Google Doodle: Independence Day


Am heutigen Tag feiern die Amerikaner den Independence Day, den Tag an dem die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten von Amerika unterzeichnet und beschlossen wurde. Freilich wird dieser Tag von Google mit einem netten und ansehnlichen Doodle geehrt.

Übrigens, kann es sein, dass die Doodles mittlerweile mach IP und Standort gefiltert werden?

Ist Google wirklich so böse?

Google hatte in den vergangenen Wochen und Monaten eine schwere Zeit. Erst die Anschuldigungen und Vorwürfe in Sachen Übernahme von DoubleClick und dann noch mehrere Datenschützer, die die Datensammelwut beanstandeten. Im Forbes Artikel "More Evil Than Google?" wird allerdings angesprochen, dass so mancher Konkurrent von Google deutlich 'böser' sei, als die Jungs aus Mountain View.

Danny Sullivan etwa meint, dass stets mit dem Finger auf Google zu zeigen eine faule Reaktion wäre. Man müsse stattdessen die gesamte Industrie und die Regierung betrachten. Darüber hinaus habe Google nie persönlich Daten veröffentlicht oder wäre unvorsichtig mit diesen umgegangen.

AOL dagegen hatte vergangenes Jahr 500 MB an Logfiles von Anfragen an die AOL-Suche veröffentlicht. Angesichts von teils ziemlich persönlichen Suchanfragen, wie dem eigenen Namen und der Sozialversicherumgsnummer, waren durchaus Rückschlüsse auf die suchende Person zu ziehen.

Rechtsstreit mit Copiepresse: Google geht in Berufung

Im Februar hatte ein belgisches Gericht den früheren Beschluss bestätigt, dass Google keine Presseberichte für Google News ohne Rückfrage der Urheber übernehmen darf. Nun allerdings, so schreibt Heise.de, will Google gegen diese Entscheidung in Berufung gehen.

Eine erste Anhörung ist für den 17. Juli anberaumt worden. Hierbei will Google zunächst eine Fristverlängerung beantragen, da man derzeit noch mit dem ursprünglichen Kläger Copiepresse über eine außergerichtliche Einigung verhandelt.

Dienstag, 3. Juli 2007

Die Google SiCKO-Affäre

Am vergangenen Freitag hatte sich Google-Mitarbeiterin Lauren Turner, Health Account Planner, im firmeneigenen Health Advertising Blog zu Wort gemeldet. Das Thema: Michael Moores neue Dokumentation SiCKO, welche das US-Gesundheitssystem bitterböse kritisiert.

Dass derartig prominente Kritik nicht gerade positiv für das Ansehen der betreffenden Firmen und Unternehmen ist, ist verständlich. Und dieses könnte wiederum für den Anzeigenverkauf positive Folgen haben. Aus diesem Grunde nahm sich Turner die Dokumentation, welche schon vor Kinostart (illegal) auf Google Video zusehen war, zur Brust und nahm die US-Gesundheitsindustrie dagegen in Schutz. So würde zwar, mal wieder, aller Orts gegen das Healthcare-System gewettert, aber dessen Programme wie Charityaktivitäten und philantropische Bestrebung ignoriert werden.

"Moores Film porträtiert die Industrie, als durch Geld und Marketing getrieben und verschweigt das Interesse der Firmen an der Gesundheit und Fürsorge der Patienten." ... und eben dieses versuche Google zu korrigieren. "Wir platzieren Text-Anzeigen, Videoanzeigen und Werbung in den Medien (...)", schriebt Turner.

Freilich stieß dieser Post im Health Advertising Blog auf große Resonanz. Doch ob diese, jene war, die man erwartete? Ich glaube nicht. Viele Blogger mochten natürlich die finanziellen Bemühungen von Google verstehen. Dass allerdings die Gesundheitsindustrie in Schutz genommen wurde, das war ein Unding. Und vor allem verstieß Google damit gegen sein sonst so heiliges Gebot "Don’t be evil." - zumindest wenn es nach der öffentlichen Meinung geht.
Zwar ist die US-Gesundheitsindustrie nicht pauschal "böse", wie etwa Garett Rogers feststellte, aber in so mancher Hinsicht, ist sie sicherlich auch nicht gerade "gut" und wird – teilweise – zu Recht von Moore kritisiert. Und das ist auch meine Meinung.

Nachdem ein Feuersturm der Entrüstung über Turners Beitrag ausgebrochen war und manche Google gar verteufelten oder als Marionette der Bush'schen Versicherungsindustrie skizzierten, sah sich Lauren Turner dazu veranlasst einiges richtig zustellen, was scheinbar falsch verstanden worden ist. So war der Inhalt ihres Blogpost alleinig ihre Meinung und nicht die von Google. Dass viele dieses anders verstanden haben sei verständlich und ihre Schuld gewesen.

Auch Missy Krasner, Product Marketing Manager von Google, hat sich zur Kritik aus der Blogosphere geäußert und bekräftigt, dass der Eintrag im Health Advertising Blog nicht die offizielle Meinung von Google sei. Im Gegenteil: Google teile viele der Sorgen von Michael Moore – insbesondere in Hinsicht auf die Kosten und Verfügbarkeit der Krankenversorgung. Deshalb würde den Angestellten auch nahe gelegt den Film anzusehen.

Derweil ist am Wochenende SiCKO in den USA angelaufen. Und dieses sogar extrem erfolgreich (die Befürchtungen, dass die Raubkopie im Internet sich schlecht auf die Einspielergebnisse auswirkt waren also umsonst). Er soll den zweiterfolgreichsten US-Start eines Dokumentarfilms hingelegt haben, was auch das Interesse an dem Thema "Gesundheitssystem" bezeugen dürfte.

Bestätigt: Google übernimmt GrandCentral

Nachdem das Gerücht schon letzte Woche schon die Runde machte, hat sich dieses nun bestätigt: Google übernimmt den Telefonie-Dienstleister GrandCentral.

Im offiziellen Google-Blog heißt es dazu, dass GrandCentrals Technik und Bemühungen perfekt zu Googles Unternehmungen passen, den kollaborativen Austausch von Informationen unter den Nutzern zu fördern. Man begrüße die Mitarbeiter von GrandCentral bei Google (...) und der Service des Telefonie-Dienstleisters werde erstmal wie gewohnt weitergeführt.

Nach Schätzungen von TechCrunch, welche schon mit dem Deal selbst richtig lagen, würde der Preis für die Akquisition um die 50 Millionen US-Dollar liegen. Google hat sich zur Summe noch nicht geäußert.

Montag, 2. Juli 2007

Dubai: Google Maps nun mit Palm Islands

Wie Zorgloob entdeckt hat, wurde das Kartenmaterial der Vereinigten Arabischen Emirate in Googe Maps auf den neusten Stand gebracht. Unter anderem sind nun die Straßen von Abu-Dhabi und auch Dubai in ihren aktuellen Verläufen einzusehen. Auch die künstlichen Inseln The Palm Jebel Ali und The Palm Jumeirah werden mit aufgeführt.

iPhone – Erfolgreich aber mit Macken

Ganz sicher ist's noch nicht, aber nach derzeitigen Schätzungen sollen am ersten Verkaufswochenende bis zu 500.000 iPhones über die Ladentheken gegangen sein. Die meisten von diesen, so Gizmodo, wären die 8-Gigabyte-Ausgaben (für 599 $) gewesen. Die billigeren 4-Gigabyte-Varianten wollte scheinbar keiner haben.

Die meisten Käufer sollen mit ihrem Apple-Handy voll und auf zufrieden sein. Nur die Freischaltung der Geräte durch den Betreiber AT&T soll momentan noch etwas holprig vor sich gehen, was angesichts der zahlreichen Aufträge wohl keine Überraschung ist.

Einen kleinen Fauxpas hat sich Apple aber scheinbar bei Googles "Docs & Spreadsheets" geleistet, welches vor allem für Businesskunden interessant gewesen wäre. Zwar, so macnews.de, lassen sich die Tabellen- und Textdokumente im 'Google Office' öffnen und betrachten, bearbeiten lassen sich die Dokumente allerdings nicht. Nur über den Umweg, direkt im HTML-Code zu editieren, können Änderungen vorgenommen werden.

Höchstwahrscheinlich werden diese und ähnliche Fehler beim nächsten Update ausgemerzt werden.

YouTube bald doch auf Deutsch! - Einigung mit der GEMA

Wie es scheint könnte es demnächst doch noch eine deutsche YouTube-Version geben. Das schreibt zumindest heise.de. Demzufolge hat sich Google mit der GEMA geeinigt. Man müssen nur noch einige Fragen in Sachen "Synchronisationsrechte bei Verknüpfung von Bild und Ton" aus dem Weg räumen, dann könnte es schon in wenigen Wochen zu einem Vertrag kommen.

Sonntag, 1. Juli 2007

10 Google Services, mit denen man rechnen sollte!

Bei Google muss man mittlerweile mit allem rechnen. Schon oft haben uns die Jungs aus Mountain View mit neuen Diensten und Services überrascht. So etwa erst kürzlich das – an Yahoo! Answers angelehnte – Frage/Antwort-Portal Otvety , das in Russland an den Start ging. Oder auch die mehrfache Lokalisierung von YouTube in verschiedenen Ländern.

Aus diesem Grunde stellte ich einfach mal eine Liste der Services/Produkte zusammen, mit denen (zumindest ich) in der Zukunft rechnen würde...

Nummer 10 – Google Virtual Services:
Wenn's Google an einem nicht mangelt, dann ist es Rechenleistung und Speicherplatz. Mit seinen x Datenzentren überall auf der Welt ist Google wahrscheinlich DER Inhaber von Computerleistung schlechthin. Daher würde es mich nicht verwundern, wenn Google diese Kapazitäten als öffentlich zugänglichen Service darbieten würde.

Firmen oder auch Privatkunden könnten über ein Webinterface Anfragen an Google senden und die benötigte Rechenleistung und Speicherplatz, als auch Mietdauer angeben und anschließend zu einem Pauschalpreis erwerben. Man würde quasi einen "virtuellen Hochleistungserver" mieten.

Nummer 9 – Google History:

Mag etwas ausgefallen sein, die Idee, aber egal. Mit der Timeline in den Experimental Labs von Google wurde etwas sehr interessantes geschaffen. Etwas dass durchaus gewinnbringend weiter verwertet werden könnte.

So kann ich mir etwa eine komplette Google-Geschichtssuchmaschine vorstellen. Also eine Art Suche, die in Verbindung mit der Wikipedia und anderen Archiven funktioniert und gezielt nach historischen Ereignissen und Figuren suchen kann, um diese anschließend übersichtlich darzustellen und aufzuschlüsseln. Bei einer Suche nach "Krieg" werden etwa anhand der Zeitlinie verschiedene Kriege aufgelistet, zusammen mit Fakten wie "Parteien", "Ausgang" usw.

Nummer 8 – Telefonieren mit Google:
Schon vor einiger Zeit gab es – nach dem Auftauchen eines ScreenshotsGerüchte, wonach es irgendwann in Zukunft möglich sein könnte über Google Talk Festnetztelefone und eventuell sogar Handys anzurufen. Wie manche gar mutmaßten könnte dieser neue Google-Service gänzlich kostenlos sein und über Werbung finanziert werden.

Ob Google derartiges alleine angehen würde, das kann man natürlich noch nicht sagen. Allerdings würde ich eher – falls dieser Service kommen sollte – eine Kooperation mit ja jah nahe legen.

Nummer 7 - Google Security Package:
Schon seit geraumer Zeit bietet Google im Google Pack neben Google Earth, Google Desktop und Adobe Reader auch Norton Security Scan und den Spyware Doctor an.

Es würde mich nicht wundern, wenn diese Sicherheitstool in naher Zukunft noch um einiges erweitert oder gar zu einem "eigenen" Google Security Pack anwachsen würden. Als einen Hinweis auf etwas derartiges könnte man die Übernahme des Sicherheitsunternehmens GreenBorder verstehen, das mit einer gleichnamigen Software eine interessante Sicherheitslösung für Internet-Rechner entwickelt hatte.

Nummer 6 - Google Social Platform:
Mit Orkut Büyükköktens Social Network Orkut hatte sich Google schon einmal in MySpace-gleiche Gefilde vorgewagt und ist damit auch relativ erfolgreich gewesen. Nun hat Google kürzlich in Russland ein Frage/Antwort-Portal im Stile von Yahoo! Answers ins Leben gerufen, welches ebenfalls auf die Nutzer als Triebkraft setzt.

Ist es also möglich, dass Google in Zukunft stärker auf derartige Angebote setzt? Möglich wäre es freilich. Eine Art "Google Social Network" mit User Homepages (vergl. Google Pages) und Diskussionsforen, Freundeverwaltung etc. könnte ich mir durchaus vorstellen. Und vielleicht wäre dieses auch eine Möglichkeit Dodgeball wieder stärker einzubinden, welches derzeit nur vor sich hin wegetiert.

Nummer 5 - Google File Hosting:
Mit YouTube bietet Google Videos und mit den Picasa WebAlbums Bildern ein Heim. Doch wie wäre es, wenn man bei Google auch andere Dateien – etwa PDFs, Docs, etc. - lagern könnte, wie dieses u.a. bei Scribd möglich ist? Oder wenn man mal schnell – natürlich legal - ein Archiv, einen Video-Clip online bei Google hinterlegen könnte, um ihn mit Freuden zu teilen?

Manche Websites bieten derartige Dienste schon an – etwa RapidShare, simpleupload.net usw. Doch meist kann man pro IP nur eine Datei runterladen, oder die Dateien werden nach einer bestimmten Zeit gelöscht. Bei den Ressourcen von Google wäre dieses nicht nötig und man könnte einen solchen Dienst auch mit verschiedenen Optionen ausstatten. z.b. dass ein Download einer Datei nur mit Passwort möglich ist, oder eine Datei unendlich lang, oder eben nur für eine festgelegte Zeit gehostet wird etc.

Ob es irgendwann einen solchen Google Service geben wird? Wer weiß. Begrüßen würde ich ihn auf jeden Fall.

Nummer 4 - Google Paint:
Mittlerweile kann sich das 'Google Office' mit Docs & Spreadsheets durchaus sehen lassen. Und bald soll noch Google Presentations hinzukommen, falls Google seine Ankündigung einhalten sollte.

Der nächste Schritt könnte dann ein Zeichenprogramm oder besser ein Bildbearbeitungsprogramm ala Photoshop (bzw. Gimp) sein. Dass Google etwas derartiges in der Mache hat oder ein entsprechendes StartUp aufkauft scheint mir durchaus möglich. --- Übrigens: Wie ein Google Paint ausschauen könnte, dass kann man sich schon mal bei Stuart J. Moore angucken.

Nummer 3 – Google Phone:
Es ist schon mehr oder minder sicher, dass in nicht allzu ferner Zukunft ein Google Handy, das Google Phone, auf uns zukommen wird. Schon jetzt liefert LG etwa das Handy KU580 aus, das mit verschiedensten Google-Diensten bestückt ist.

Allerdings wird dieses wohl nicht DAS Google Phone sein. Stattdessen können wir – verschiedensten Gerüchten zufolge – ein authentisches und neuartiges Mobiltelefon erwarten, das eigens für Google entwickelt wird. Wie verschiedene Bilder nahelegen, könnte das Google Phone etwa dem iPhone gleichen oder vielleicht auch einem PDA entsprechen. Vielleicht ist das Handy aus Mountain View aber auch etwas ganz und gar anderes ...


Nummer 2 – GDrive:

Dass GDrive, eine Art private Online-Festplatte, irgendwann als Service von Google umgesetzt wird, ist so gut wie sicher. Schließlich bieten auch AOL (Xdrive) und Microsoft (Windows Live Folders) derartige Dienste an.

Derzeit allerdings wird GDrive unter dem Namen Platypus nur von Google-Mitarbeitern genutzt, was allerdings glauben lässt, dass die Technik schon funktioniert und eine Umsetzung zu einem öffentlichen Dienst theoretisch möglich wäre. Wann es soweit sein könnte, darüber kann momentan leider nur spekuliert werden.

Bis dahin kann man aber auf GMail Drive ausweichen, um den Genuss einer Online-Festplatte von Google zu kommen.

Nummer 1 – GoogleOS:
Ja, ein Betriebssystem von Google, darüber war in der Vergangenheit wohl am meisten spekuliert worden. Und, um ehrlich zu sein, ich hoffe inständig, dass es irgendwann kommen wird. Möglichkeiten wie es werden und aussehen könnte gibt’s ja genug. So schrieb Emre Sokullu Ende 2006, dass das Google OS eventuell vollkommen webgestützt ausfallen könnte, ähnlich dem Projekt eyeOS. Oder, was viel naheliegender ist, Google OS ein Betriebssystem auf Linux-Basis sei. Gestützt wurden solche Hoffnungen und Gerüchte kurzzeitig durch Screenshots, die sich allerdings als Fakes herausstellten.

Dass tatsächlich eine Art GoogleOS existiert wurde schon vor einiger Zeit bestätigt. Allerdings ist dieses für den Heimanwender wohl ungeeignet. Dieses nette Betriebssystem nennt sich nämlich Goobuntu – welches, wie der Name nahelegt, auf Ubuntu basiert – und verrichtet auf den Rechnern von Google seinen Dienst. Pläne, Goobuntu irgendwann öffentlich anzubieten, wurden von Google-Mitarbeitern dementiert.

Nichtsdestotrotz sollte man die Hoffnung nicht aufgeben. Schließlich weiß niemand, was Google in seinen dunklen Hinterzimmern so alles zusammenbastelt.

CNN wechselt zu Google

Als ich heute Morgen auf CNN.com ging, war ich etwas überrascht. Der wohl bekannteste Nachrichtensender der Welt hat sich einem kleinen ReDesign unterzogen und dazu noch einem ziemlich schicken. Nebenbei wurden auch die zwei Suchleisten auf der Seite erneuert und von Yahoo! auf Google als Dienstleister umgestellt.

Schon vor einem Jahr (oder vielleicht auch zwei) war CNN.com bei Google, ist dann aber aus unbekannten Gründen zu Yahoo! gewechselt. Der jetzige erneute Umstieg dürfte wohl ein weiterer Rückschlag für Yahoo! bedeuten.

Vergleich:
Alte Version - Neue Version